Erfolgreiche Stöberprüfung mit Felix

Anzeigen von Leder

Seit einiger Zeit bin ich mit Felix vom Vöhlinschloss Mitglied der Rettungshundestaffel Isar e. V. und aktiv im Bereich Stöbern tätig.

Blutige Anfänger waren wir dabei nicht: Bereits vor längerer Zeit hatten wir selbstständig mit der Zielobjektsuche begonnen. Dadurch kannte Felix die Form der liegenden Anzeige bereits, was sich für den Einstieg sogar als Vorteil erwies. Auch die Dummy- und Verlorensuche waren ihm vertraut. So konnten wir direkt loslegen und zeigen, was wir bereits konnten. Natürlich galt es nun, neue Gegenstände zu finden und anzuzeigen, gezielt in einem markierten Bereich suchen und meinen Richtungsanweisungen zu folgen.

Und ich muss sagen: Das Stöbern liegt uns wirklich gut. Felix kann dabei seine Nase intensiv einsetzen und seiner großen Leidenschaft, dem Schnüffeln, nachgehen.

Was ist Stöbern und wie läuft eine Prüfung ab?

Beim Stöbern werden Gegenstände auf einer festgelegten Fläche – meist einer Wiese – vom Richter oder einem Helfer ausgelegt. Diese sogenannten Stöbergegenstände können aus verschiedenen Materialien wie Leder, Holz, Gurtband oder Filz bestehen. Je nach Schwierigkeitsgrad der Prüfung handelt es sich dabei um eigene oder fremde Gegenstände.

In Stufe 1, in der wir auch gestartet sind, müssen zwei eigene Gegenstände (10 × 3 × 0,5 cm) auf einer Fläche von 20 × 30 Metern gefunden werden. Dafür stehen maximal zehn Minuten zur Verfügung.

In Stufe 2 werden zwei eigene und zwei fremde Gegenstände derselben Größe auf einer Fläche von 20 × 40 Metern ausgelegt. Das Team hat hierfür maximal zwölf Minuten Zeit.

In Stufe 3 müssen schließlich fünf fremde Gegenstände (5 × 3 × 0,5 cm) auf einer Fläche von 30 × 50 Metern gefunden werden. Die maximale Suchzeit beträgt 15 Minuten.

Unser Prüfungstag

Am 13.06.2026 war es soweit: Unser Verein hatte wieder einen Prüfungstermin für die BH-Teams angesetzt, und wir Stöberer nutzten die Gelegenheit, ebenfalls eine Prüfung in unserer Sparte abzulegen.

Nachdem alle anderen Prüflinge ihre Prüfungen absolviert hatten, waren wir gegen Mittag endlich an der Reihe. Insgesamt gingen vier Teams an den Start, alle in Stufe 1. Die Startreihenfolge durften wir selbst festlegen; die läufige Hündin startete deshalb als Letzte.

Jana und Felix überglücklich

Keine idealen Bedingungen

Es war ein warmer, sonniger Tag mit kräftigem Wind – eigentlich keine idealen Bedingungen für unsere Vierbeiner. Aber wir wollten uns davon nicht verrückt machen lassen und die Sache einfach auf uns zukommen lassen.

Felix und ich gingen als drittes Team an den Start. Er fand gut in die Suche hinein, verließ dann allerdings kurz die mit Hütchen markierte Fläche. Nach einer kleinen Korrektur meinerseits kam er jedoch sofort zurück und fand souverän den ersten Gegenstand. So durfte es gerne weitergehen.

Doch es wäre keine Prüfung für uns gewesen, wenn alles ganz reibungslos verlaufen wäre.

Ich schickte ihn also erneut in die Suche. Hochinteressiert reckte er seine Nase in den Wind und begann erst einmal ausgiebig zu schnüffeln. Anschließend suchte er weiter, blieb dann an einer scheinbar besonders interessanten Stelle stehen und schnüffelte erneut ausgiebig. Allerdings zeigte er keinen Gegenstand durch die geforderte liegende Anzeige an.

Was hatte er dort entdeckt? Eine spannende Duftspur? Eine Markierung eines anderen Hundes? Oder doch unseren zweiten Gegenstand? Ich wusste es nicht.

Also rief ich ihn zurück und schickte ihn erneut los. Wieder dasselbe Spiel. Erst beim dritten Anlauf legte er sich schließlich ab. In diesem Moment war ich mir sicher: Die ganze Zeit über hatte er bereits unseren Zielgegenstand in der Nase gehabt.

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Aber egal – es war unsere erste Stöberprüfung. Ich bin nicht in Panik geraten, als es plötzlich anders lief als erwartet, und am Ende haben wir bestanden. Und nicht nur wir: Alle Stöberteams konnten ihre Prüfung erfolgreich absolvieren.

Eure Jana Altinger mit Felix vom Vöhlinschloss

Stöbern von Gegenständen

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