17. Landesmeisterschaft Obedience:
Mischa im Wettkampf der Besten

von Melanie Kapteinat & Mischa

Am 25. Mai sind Mischa und ich beim HSV Münster an den Start gegangen. Die Landesmeisterschaft ist ein großes Ereignis, und wir sind sehr stolz, dass wir daran teilnehmen durften. Da unser Verein, der MV Recklinghausen, zur Kreisgruppe Westfalen im DVG gehört, hatten wir die Chance, Landesmeister unserer Kreisgruppe in der Kategorie Obedience zu werden.

Es war ein verregneter Tag – nur selten war es trocken, und die Sonne ließ sich nur kurz blicken. Der Regen war uns egal, denn ich wusste, dass Mischa auch bei schlechtem Wetter gehorsam ist. Hundesport ist schließlich nicht immer ein Schönwettersport!

Das Besondere an der Landesmeisterschaft im Vergleich zu üblichen Prüfungen im Obedience ist, dass der Platz in zwei Ringe aufgeteilt ist – ebenso wie die einzelnen Übungen. Für jeden Ring gibt es vorgegebene Übungen und einen eigenen Leistungsrichter. Die Leistungsrichter richten außerdem strenger und drücken kein Auge zu – jetzt geht es schließlich um etwas. Was gezeigt wird, sollte sitzen. Ist der Landesmeister ermittelt, darf der beste Hund des Tages an der Bundessiegerprüfung (BSP) Obedience teilnehmen. (Die DVG-BSP ist also eine wichtige Veranstaltung im Hundesport, bei der die besten Teams eines Jahres in verschiedenen Disziplinen ausgezeichnet werden.)

Wir hatten einmal die Chance, an einem Probetraining teilzunehmen und auf dem Platz zu trainieren. Trotzdem nimmt das nicht die Nervosität – man weiß nie, was am Prüfungstag passiert. Es kann gut laufen oder eben nicht. Wir sind alle keine Maschinen, und auch Hunde haben mal keine Lust, das zu tun, was wir uns von ihnen wünschen.

Unser Probetraining war super. Die Sonne strahlte, und wir hatten bei jeder Übung Spaß – das stand für mich an oberster Stelle. Ich wollte, dass Mischa den Platz mit etwas Positivem verknüpft und ihn auch wieder so verlässt. Deshalb haben wir die Übungen mit Leckerlis und viel Freude absolviert. Wir hofften, dass es für den Prüfungstag reicht. Auch den Ablauf, also auf welchem Platz welche Übungen stattfinden, konnte ich mir anschauen. Leider erfährt man erst am Prüfungstag, welches Kommando ich Mischa aus der Bewegung geben muss (Sitz, Platz oder Steh).

Tag der Prüfung

Ich war sehr nervös, da es eine besondere Prüfung war – die Landesmeisterschaft, ein großes Event! Natürlich wollten wir gut abschneiden – wer will das nicht? Aber selbst wenn es nicht gut gelaufen wäre: Dabeisein ist alles.

Zuerst musste ich mich wetterfest anziehen, denn es regnete in Strömen. Also schnell die Regenhose übergezogen, Mischa den Mantel angezogen, damit sie nicht völlig durchnässt wird, und dann erst mal eine schöne Runde Gassi gegangen.

Nach einer motivierenden Ansprache des Vereins und der Vorstellung der Leistungsrichterinnen (DVG: Anika Newiger und Seka Schlagmann) ging es auch schon los. Ich holte Mischa trocken und ohne Mantel aus dem Auto – den hatte ich ihr nach der Gassi-Runde noch ausgezogen, damit sie nicht zu nass wird – und wir gingen zum Start. Zuerst stand die Gruppenübung an:

1 Minute Sitzen in der Gruppe – Hundeführer in Sicht

Hier haben beide Richterinnen Punkte vergeben, und wir waren gar nicht so schlecht. Allerdings hat Mischa einmal den Kopf gesenkt – das gab Punktabzug. Trotzdem blieb sie in Position, bis ich wieder zu ihr kam. Die erste Hürde war geschafft – keine 0 Punkte! Für mich war es besonders wichtig, jede Übung zu bestehen, ohne einmal 0 Punkte zu erhalten.

Danach hatte die kleine Maus erst mal wieder eine Pause – auch gut, denn das Wetter spielte nicht mit und es regnete immer wieder heftig. Als wir mit den Einzelübungen an der Reihe waren, kam dann die Sonne heraus.

Folgende Übungen in Klasse 1 haben wir absolviert und wie folgt bestanden (von jeweils 10 möglichen Punkten):

  1. Sitzen in der Gruppe – Hundeführer in Sicht (Wertung von beiden Richterinnen: 8,5 und 8,5 Punkte)
  2. Freifolge – 7,5 Punkte
  3. Sitz, Platz oder Steh aus der Bewegung – 7,0 Punkte
  4. Abrufen – 8,5 Punkte
  5. Voraussenden in ein Quadrat und Platz – 8,0 Punkte
  6. Distanzkontrolle aus 5 m – 8,5 Punkte
  7. Apportieren und Sprung über eine Hürde – 7,5 Punkte
  8. Um eine Pylonengruppe/Tonne schicken und zurückkehren – 9,5 Punkte
  9. Gesamteindruck (Wertung von beiden Richterinnen: 10,0 und 10,0 Punkte)

Wir konnten tolle Punkte sammeln, auch wenn ein paar Abzüge auf mich zurückgingen, da ich die Kommandos zu laut gegeben habe. Dieser Fehler war teuer – und leider passierte er nicht nur einmal. Trotzdem hatten wir an diesem Tag einen großartigen Ringsteward, der uns ausgezeichnet durch die Prüfung geführt hat.

Das Ende des Tages

Wir haben es geschafft: keine 0 Punkte – in jeder Übung konnten wir punkten! Am Ende erreichten wir 264,5 Punkte, ein „Vorzüglich“ und Platz 3! Ich konnte es kaum glauben. Wir waren großartig – und haben uns erneut für die Klasse 2 qualifiziert, obwohl wir die Qualifikation bereits in der letzten Prüfung erreicht hatten.

Es war einfach ein unglaublicher Tag: Sauwetter mit ein bisschen Sonnenschein, gutes Essen, gute Laune, tolle Menschen – und eine große Erfahrung mit einem tollen Ergebnis.

Ich bin wirklich sehr stolz auf Mischa! Was sie für eine Leistung im Team mit mir zeigt, macht mich einfach glücklich und stolz.

Wir haben uns gesucht und gefunden – ein Dream-Team. 100 % Kooikerpower!

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